Coronavirus (COVID-19)

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    • Coronavirus (COVID-19)

      Gestern im Pflegeheim bekam ich die Nachricht, dass ab heute nur noch Besuchzeiten gelten. Auf deutsch darf ich - und alle anderen Besucher - ab jetzt nur noch zwischen 15 und 17 Uhr zu meiner Mutter ... ;(

      Hat mich härter getroffen, als ich erwartet hatte. Bei meiner Mutter ging's noch, als ich raus war, war mir nach Heulen und ich bin nicht der Typ, der schnell oder oft heult.

      Auf dem Schreiben stand, die Maßnahme gilt erstmal bis Ende April und mein erster Gedanke bei der Zeile war, lebt meine Mutter überhaupt noch so lange?? ;(

      Sind jetzt einige Jahre, die ich mich um sie kümmer. Ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Heut früh saß ich hier wie Falschgeld und war nur am Grübeln, wie es ihr wohl geht ... oder wie es das Pflegepersonal schafft ... was ist mit den anderen Bewohnern, die mir alle längst durch meine täglichen Besuche ans Herz gewachsen sind?

      Dabei bin ich eigentlich so gestrickt, immer in allem was Positives zu sehen ... zu wollen ... zu versuchen ...

      Meine Mutter leidet an stark fortgeschrittener Demenz und hat mir heute Nachmittag gesagt, sie würde mich auf den Schoß nehmen. Demenz-Sprache. Sie hat gefühlt, dass ich traurig bin. Durch alle meine Masken hindurch.

      Und weil ich es hasse, ein kurz-vorm-Heulen-Weichei zu sein, schreib ich das mal hier.

      Es gibt immer schlimmere Probleme als meine. Die Welt steht grad Kopf und ich sitze hier und tu mir selber leid. Aber dieser Corona-Virus-Scheiß ist ein Arxxxloch!!!

      :(
      LG
      docthor


      Daumenkino - reduced to the best!
    • Hallo @docthor

      es ist schwer immer die richtigen Worte zu finden, wenn man solche Zeilen liest, aber ich kann Deine emotionelle Situation sehr gut verstehen. Ich denke es ist auch nicht primär der Virus, der diese Situation begünstigt, sondern eher die Tatsache, das man nicht an seine Liebsten im gewohnten Zyklus ran kann. Man wird förmlich in seinen Tun von heute auf morgen eingeschränkt und kann das was man über Jahre aufopfernd und gerne gemacht hat, nicht mehr nachgehen und dadurch entstehen schnell Depressionen, die eben durch das innerliche Grübeln "was passiert da in der Zeit" , verstärkt werden.

      Ich will es einmal so sagen, versuche die Zeit, die Dir gegeben wird, noch intensiver zu nutzen mit Deiner Mutter. Mach Dir keine Gedanken, was passieren könnte, es kann auch jeden Tag etwas passieren, ohne den Zutun der Corona Epidemie. Du hast bisher alles richtig gemacht, es ist keine Selbstverständlichkeit sich so aufopfernd ums eine Mutter zu kümmern, dafür alleine hast Du schon meinen vollen Respekt. Lenke Dich in der freien Zeit ein wenig ab, versuche das positive zu sehen, dann wird auch diese schwere Zeit vorbei gehen. Alles was passiert und bitte nimm es mir nicht übel, kannst Du leider auch nicht beeinflussen.

      Das was der Staat hier im Moment vollzieht, ist in meinen Augen eh Unfähigkeit auf höchstem Niveau, ich warte nur noch darauf, das sie dem Mittelstand auch noch die Luft zum atmen nehmen.

      Gruss Lony
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    • Whow! @Lony, falls Dir das noch keiner gesagt hast: Chapeau! Du bist gut!

      Danke für Deine Worte hier, ich hab grad jedes Einzelne unterschrieben.

      Das Lernen hier im Forum, sogar das sich-Ärgern, wenn ich hier lese, was es für Pappnasen gibt (Igor oder andere Backen, die Videos trollen, wo Berny sich solche Mühe mit gemacht hat) sind eine wunderbare Ablenkung, um gar nicht beim Grübeln zu bleiben.

      Und mein Mann hat mir heute ein Video gezeigt, wo sich die Muggel jetzt schon in den Läden um das Klopapier kloppen ... wie sagt man noch gleich: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst?!
      LG
      docthor


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